Glossar

HD ist die Abkürzung des englischen Begriffs High Definition, auf deutsch: hochauflösend. Mit HDTV bezeichnet man das sogenannte „hochauflösende Fernsehen“. Damit werden Fernsehbilder feiner gezeichnet und Details, die im alten PAL-Standard verloren gehen, werden wieder sichtbar. Technisch betrachtet zeichnet sich HDTV gegenüber dem Standard Definition Television (SDTV) durch eine erhöhte vertikale und horizontale Auflösung aus. Übliche Bildauflösungen für HDTV liegen bei 1280 x 720 Pixel oder 1920 x 1080 Pixel. Im ersten Fall handelt es dabei z.B. um eine Darstellung mit 1280 Bildpunkten je Zeile (horizontal) und 720 Bildpunkten pro Spalte (vertikal). Beim PAL Signal ist das Verhältnis 720 x 576. Zur optimalen Darstellung von HDTV Signalen muss das Anzeigegerät eine ausreichend hohe physikalische Auflösung haben. Heutzutage finden sich noch öfters Fernsehgeräte, die HDTV-Signale auf kleinere Pixelzahlen herunterrechnen und gar nicht direkt anzeigen können („HD-Ready“).
Die digitale Fernsehnorm wird oft auch als „DVB” (Digital Video Broadcast) bezeichnet. Auch die Abkürzung FTA (Free to Air) taucht in dem Zusammenhang manchmal auf. FTA beschreibt unverschlüsselte, frei zugängliche Sendungen. Diese Begriffe sind also des öfteren auf Digital-Receivern zu finden. Digital-Receiver beherrschen neben dem Fernsehbetrieb natürlich auch den Empfang von DVB-Radioprogrammen. Digitale Satellitenreceiver werden auch als DVB-S Receiver bezeichnet, wobei das „S” für „Satellit” steht. Mittlerweile gibt es bereits erste Versuche mit der DVB-Erweiterung „DVB-S2“, manchmal auch „8PSK“ genannt, die es ermöglicht noch mehr Programme in besserer Qualität auszusenden. Für DVB-S2 werden spezielle Receiver benötigt.
DVB-S2 ist eine Weiterentwicklung des DVB-S Standards. Mit DVB-S2 ist es möglich, mehr Programme in besserer Qualität zu senden. Durch effizientere Übertragungsverfahren können etwa 30 % mehr Daten übertragen werden als mit DVB-S. Da HDTV für seine hohe Qualität eine große Datenmenge beansprucht, ist DVB-S2 prädestiniert für die Übertragung von HD-Signalen. Übertragungstechnisch arbeitet DVB-S2 mit den gleichen Empfangseinrichtungen wie DVB-S, d.h. bezüglich Antenne, LNB und Verkabelung gibt es keinen Unterschied. Allerdings unterscheidet sich der Empfänger (Receiver) wegen der neuen Übertragungstechnik von dem des DVB-S. Ein DVB-S2 Receiver kann auch DVB-S Sender empfangen, umgekehrt kann ein DVB-S Receiver DVB-S2 Signale nicht verarbeiten.
Die meisten Länder Europas verschlüsseln (codieren) ihre digital ausgesendeten Programme. Um solche Programme empfangen zu können, sind entweder anbieterspezifische Receiver oder so genannte CI-Receiver erforderlich. CI-Receiver bieten mit den entsprechenden Entschlüsselungsmodulen und den dazugehörigen Smartcards die Möglichkeit, die meisten Verschlüsselungsverfahren empfangen zu können. Externe Decoderboxen, wie sie zu Analogzeiten noch üblich waren, können beim Digitalfernsehen nicht mehr verwendet werden.
CI-Receiver haben 1 oder 2 Steckplätze, um Entschlüsselungsmodule aufnehmen zu können. Je nach Land und Pay-TV Anbieter werden unterschiedliche Module benötigt. Der CI-Receiver ist also nichts weiter als die Plattform, welche die Verwendung zusätzlicher Entschlüsselungsmodule überhaupt erst ermöglicht. Nur mit einem CI-Receiver ist es möglich mehrere verschiedene Pay-TVPakete zu empfangen. Nicht alle Anbieter von PAY-TV lassen allerdings die Verwendung von CI-Receivern zu. In diesen Fällen muss man sich einen speziellen, für diesen Anbieter geeigneten Receiver kaufen.
Manchmal auch als CA-Module (Conditional Access) bezeichnet. Diese Module entschlüsseln zusammen mit der passenden Smartcard (Abokarte) die betreffenden Programme. Manche Module beherrschen nur ein einziges Verfahren (z. B. Viaccess), andere wiederum beherrschen mehrere Verfahren. Das CI-Modul muss in den Schlitz des Common Interfaces eingeführt werden. In der Regel muss je nach Land/Anbieter ein anderes Modul verwendet werden. Informationen hierzu sind beim jeweiligen Programmanbieter erhältlich. Für manche Verschlüsselungsverfahren gibt es gar keine CI-Module. Hier ist dann die Verwendung eines speziellen Receivers erforderlich.
CI Plus ist eine Erweiterung des DVB Common Interface Standards (CI) der CI Plus LLP, einem Zusammenschluss von sechs Unternehmen der Unterhaltungselektronik und Common Interface Modul Herstellern. CI Plus ermöglicht es den Sendeanstalten, das Fernsehsignal mit zusätzlichen Features oder Restriktionen zu versehen. Typische Restriktionen sind „Aufnahme nicht möglich“ oder „Überspringen von Werbung nicht möglich“. Für den Empfang dieser Sender benötigt man ein CI Plus Einschubmodul und eine entsprechende Smartcard, um die Signale zu entschlüsseln. Es wird die gleiche Hardware-Schnittstelle verwendet wie beim ursprünglichen Common Interface Standard. Nähere Informationen zu CI Plus unter www.ci-plus.com.
Erhält man im Fachhandel oder direkt bei den Programmanbietern. Jedoch ist der Erwerb einer solchen Smartcard in der Regel kostenpflichtig und unterliegt gewissen nationalen Bestimmungen (Wohnort, Staatsbürgerschaft).
Das Angebot an digitalen Fernseh- und Radiokanälen, das über Europa ausgesendet wird, ist nicht nur unglaublich umfangreich, sondern auch ständigen Veränderungen unterworfen. Eine gedruckte Kanalliste ist im Moment ihres Erscheinens sicherlich bereits wieder veraltet. Während die „wichtigen” Sender meist längere Zeit unverändert zu empfangen bleiben, tauchen sehr häufig kleine Sendeanstalten mit teilweise interessantem Programm auf einem der Satelliten auf – und verschwinden oft genauso schnell wieder. Am Zeitschriftenkiosk gibt es etliche verschiedene Publikationen, die sich mit dem Fernsehempfang über Satellit auseinandersetzen. Aktueller ist jedoch in aller Regel das Internet. Hier sind unter www.lyngsat.com und unter www.satcodx.com die aktuellen Belegungen aller direkt empfangbaren Satelliten nachzulesen. Mit diesen Daten kann dann der Suchlauf des Receivers gefüttert werden, um so Zugang zu neuen Kanälen zu erhalten.
Auch das terrestrische (erdgebundene) Fernsehen ist mittlerweile vollständig digitalisiert. Der Ausbau schreitet noch fort, aber es ist bereits jetzt zu erkennen, dass eine vollkommene Flächendeckung nicht zu erreichen sein wird. Auch der Wunsch, das terrestrische Digitalsignal mit einer „kleinen Stabantenne an der Receiverrückseite” empfangen zu können, kann technisch nur in unmittelbarer Sendernähe realisiert werden. Der größte Nachteil ist aber die Reichweite – deutsches DVB-T wird natürlich nur in Deutschland zu empfangen sein. Ausländische Rundfunkanstalten werden sicher nicht bereit sein, horrende Investitionen zu tätigen, nur um damit „fremde” Programme auszusenden. Kabelgebundenes Digitalfernsehen ist heute in allen deutschen Kabelnetzen und somit auch auf manchen deutschen Campingplätzen verfügbar. Allerdings ist hier kein wirklicher Vorteil zu erkennen, da das Programmangebot bei weitem nicht an das Programmangebot via Satellit heranreicht. Natürlich gilt dasselbe Reichweitenproblem wie bei DVB-T, da in ausländische Kabelnetze sicherlich keine deutschen Programme in nennenswertem Umfang eingespeist werden. Sowohl für DVB-T als auch für DVB-C ist genau wie bei DVB-S immer ein separater Receiver erforderlich, wobei alle 3 Varianten wiederum unterschiedliche Receiver benötigen. Hinsichtlich Kanalzahl und Reichweite können beide Systeme prinzipbedingt nicht an digitales Satellitenfernsehen (DVB-S)
DVB-T2 ist der Nachfolgestandard von DVB-T. Wie bei der Satellitenübertragung (DVB-S2) gilt auch hier: Durch bessere und effizientere Übetragungsverfahren können mehr Sender pro Frequenzkanal übertragen werden und HDTV Übertragungen sind möglich. Zudem ist das Signal stabiler und robuster. DVB-T2 ist nicht abwärtskompatibel zu DVB-T, d.h. ein herkömmliches DVB-T Gerät kann ein DVB-T2 Signal nicht verarbeiten, umgekehrt ist es in der Regel möglich. Während in anderen Ländern wie z.B. Frankreich und Großbritannien bereits DVB-T2 ausgestrahlt wird, ist der Zeitpunkt der Einführung in Deutschland noch offen.